

2009
Passionskonzert
„Die Reutlinger Passion“
HAP Grieshaber 1909 - 2009
HAP Grieshabers „Reutlinger Drucke“ entstanden von 1935 bis 1937/38.
Die damalige Warnung eines Grieshaber-Freundes, diese Blätter könnte „man als Verwirrung ansähen, als bewusste Provokation nehmen, würden einen ‚Fall’ ergeben“, erinnert an die damalige politische Situation, auch wenn Grieshaber meinte, er könne sich „am Beispiel der Gotik den freien Ort“ holen, - „frei, um mich entwickeln zu können“. weiter…
HAP Grieshaber 1909 - 2009
HAP Grieshabers „Reutlinger Drucke“ entstanden von 1935 bis 1937/38.
Die damalige Warnung eines Grieshaber-Freundes, diese Blätter könnte „man als Verwirrung ansähen, als bewusste Provokation nehmen, würden einen ‚Fall’ ergeben“, erinnert an die damalige politische Situation, auch wenn Grieshaber meinte, er könne sich „am Beispiel der Gotik den freien Ort“ holen, - „frei, um mich entwickeln zu können“. weiter…
„Die Reutlinger Passion“
HAP Grieshaber 1909 - 2009
HAP Grieshabers „Reutlinger Drucke“ entstanden von 1935 bis 1937/38.
Die damalige Warnung eines Grieshaber-Freundes, diese Blätter könnte „man als Verwirrung ansähen, als bewusste Provokation nehmen, würden einen ‚Fall’ ergeben“, erinnert an die damalige politische Situation, auch wenn Grieshaber meinte, er könne sich „am Beispiel der Gotik den freien Ort“ holen, - „frei, um mich entwickeln zu können“.
HAP Grieshaber 1909 - 2009
HAP Grieshabers „Reutlinger Drucke“ entstanden von 1935 bis 1937/38.
Die damalige Warnung eines Grieshaber-Freundes, diese Blätter könnte „man als Verwirrung ansähen, als bewusste Provokation nehmen, würden einen ‚Fall’ ergeben“, erinnert an die damalige politische Situation, auch wenn Grieshaber meinte, er könne sich „am Beispiel der Gotik den freien Ort“ holen, - „frei, um mich entwickeln zu können“.
Im Unterschied zu vorhergehenden Kompositionen sind die schwarzen Liniengerüste der „Passion“ kräftiger geworden, erinnern – vor allem in Zusammenhang mit den licht aquarellierten Innenflächen – an die Bleiruten der gotischen Glasbildkunst. Die Figuren, teils Ganz-, teils Halbfiguren füllen den Bildraum zumeist völlig aus, sprengen ihn zum Teil gar, so dass dem gesamten Zyklus eine Monumentalität zu eigen ist, die auf spätere, großformatige Schnitte verweist. Es ergibt sich ein Gesamtbild vielfältigster Formen des Lebens- und Leidensweges Jesu – Grieshaber mag sich dabei durchaus als Betroffener gefühlt haben. Doch nicht nur formal, auch inhaltlich nimmt die „Reutlinger Passion“ eine Sonderstellung im Werk ein: mit diesem Zyklus wendet sich Grieshaber erstmals in größerem Umfang einem christlichen Thema zu. Für sein späteres Werk ist dies vorausweisend: Immer wieder wird sich der Künstler in Einzelbildern und in Zyklen mit biblischen Themen auseinandersetzen und ihre aktuelle Brisanz ausloten.
Die zu einzelnen Bildern vorgetragenen Texte sind der Gesamtübertragung des Matthäus-Evangeliums von Walter Jens entnommen.
Orgel-Improvisationen von Willibald Bezler
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begannen Musiker, nach Bildern und Bildtiteln von Malerkollegen zu komponieren. 1911 postulierte Franz Marc „Alles ist eins“ und „Raum und Zeit, Farbe und Form sind nur Anschauungsweisen“.
Komponisten oder Improvisatoren bedienen sich verschiedener konzeptueller Möglichkeiten, Bilder in Klang umzusetzen:
- durch Nacherzählen und Nachzeichnen des Bildhaften
- Übernahme von Stimmungswerten
- Umsetzungsverfahren in Entsprechung zu bildhaften Gestaltungsmerkmalen
- Nachgestaltung von bildhaften Stilcharakteristika
- Freilegen von religiösen und moralisierenden Intentionen
- Symbolische Bildübertragung: Musik weist auf etwas hin, das anders ist, als sie selbst
Josef Haydn zum 200. Todestag
Das Programm des Konzertes in St. Blasius ist
ausschließlich einem Komponisten gewidmet:
Franz Joseph Haydn, dessen 200. Todestag die
Musikwelt in diesem Jahr gedenkt. Den
festlichen Auftakt bildet das berühmte
Trompetenkonzert in Es-Dur, welches 1796
komponiert und 1800 uraufgeführt wurde.
Erstmalig kam hierbei eine Klappentrompete
zum Einsatz, die die Möglichkeiten der
Naturtrompete beträchtlich erweitert hat.
Solist bei der Ehinger Aufführung ist der
Stuttgarter Trompeter Johannes Stephan.
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Das Programm des Konzertes in St. Blasius ist
ausschließlich einem Komponisten gewidmet:
Franz Joseph Haydn, dessen 200. Todestag die
Musikwelt in diesem Jahr gedenkt. Den
festlichen Auftakt bildet das berühmte
Trompetenkonzert in Es-Dur, welches 1796
komponiert und 1800 uraufgeführt wurde.
Erstmalig kam hierbei eine Klappentrompete
zum Einsatz, die die Möglichkeiten der
Naturtrompete beträchtlich erweitert hat.
Solist bei der Ehinger Aufführung ist der
Stuttgarter Trompeter Johannes Stephan.
Das Hauptgewicht des Schaffens von
Joseph Haydn lag fast sein ganzes Leben
lang auf dem Gebiet der
Instrumentalmusik. Doch auch die
Kirchenmusik war ein bedeutsames
Arbeitsfeld, worauf eine Äusserung des
bescheidenen Komponisten hinweist: „Auf
meine Messen bin ich etwas stolz“.
Die 1802 entstandene Harmoniemesse ist das letzte der sechs „Hochämter“ und bildet zusammen mit den Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ das Spätwerk Haydns. Zugleich ist es die letzte vollendete Komposition überhaupt.
Das Werk entstand also am Vorabend der Säkularisation, die eine starke Zeitenwende darstellt. Die Missa ist nicht nur die Summe von Haydns Kompositionen und seinen Techniken, sondern auch die Summe aller bisherigen Ordinariumsvertonungen: Von den großen Messen Palestrinas bis hin zur Messe h-Moll von J. S. Bach und der Messe c-Moll von W. A. Mozart. Sie steht zugleich in einer Traditionslinie, die mit der Missa solemmnis von L. van Beethoven ihren Fortgang nimmt und in den Werken von F. Schubert und A. Bruckner ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Die Harmoniemesse hat von Anfang an eine positive Resonanz erfahren. Der populäre Name „Harmoniemesse“ wurde der Komposition erst später hinzugefügt; er resultiert aus der starken Bläserbesetzung, die auch Harmoniemusik genannt wird.
Doch das Werk ist nicht nur eine „Summa Missarum Josephi Haydn“, sondern auch ein Neuansatz. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit komponierte Haydn nicht routiniert nach bewährtem Muster (was er in seinem ganzen Leben nie getan hat), sondern er fand auch jetzt noch neue Wege, erprobte, experimentierte und erweiterte seine Tonsprache. Eine verdichtete Expressivität – heftige Wechsel von laut und leise, Ruhe und Bewegung, Dur und Moll – prägt den Aufbau der Komposition. Symbolische, teils drastisch prägnante Textdeutung durchdringt die musikalischen Abläufe, und der Klangfarbenreichtum der grossen Bläserbesetzung wird meisterhaft eingesetzt. Vor allem aber ist es die Harmonik, die verstärkt mit Dissonanzen, chromatischen Wendungen und Modulationen in weit entfernte Tonarten arbeitet und der Messe ihre ans Romantische grenzende Färbung gibt. Dieses moderne Element ist dabei völlig verschmolzen mit der Bewahrung der barocken Züge, wie etwa der polyphonen Stimmführung: Die Schlussfugen vom Gloria und Credo gehören zu den „grandiosesten Sätzen solcher Art überhaupt, sie sind die goldene Ernte der europäischen kontrapunktischen Tradition“ (Harenberg).
Samstag, 27. Juni 2009, 20:00 Uhr
Stadtpfarrkirche St. Blasius Ehingen
Joseph Haydn 1732 — 1809
Trompetenkonzert Es-Dur
Allegro
Andante
Finale: Allegro
Missa in B „Harmoniemesse“
Kyrie
Kyrie eleison
Gloria
Gloria in excelsis Deo
Gratias agimus tibi
Quoniam tu solus
O coelitum beati
Aria für Sopran und Orchester
Credo
Credo in unum Deum
Et incarnatus est
Et resurrexit
Et vitam venturi
Sanctus
Sanctus
Pleni sunt coeli
Benedictus
Benedictus
Agnus Dei
Agnus Dei
Dona nobis pacem
Johannes Stephan (Stuttgart) | Trompete
Lucia Rottenecker (München) | Sopran
Christine Müller (Tübingen | Alt
Julius Pfeifer (Stuttgart) | Tenor
Gerhard Späth (München) | Baß
Süddeutsche Kammerphilharmonie
Chor der Stadtpfarrkirche St. Blasius
KMD Volker Linz | Leitung
Die 1802 entstandene Harmoniemesse ist das letzte der sechs „Hochämter“ und bildet zusammen mit den Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die Jahreszeiten“ das Spätwerk Haydns. Zugleich ist es die letzte vollendete Komposition überhaupt.
Das Werk entstand also am Vorabend der Säkularisation, die eine starke Zeitenwende darstellt. Die Missa ist nicht nur die Summe von Haydns Kompositionen und seinen Techniken, sondern auch die Summe aller bisherigen Ordinariumsvertonungen: Von den großen Messen Palestrinas bis hin zur Messe h-Moll von J. S. Bach und der Messe c-Moll von W. A. Mozart. Sie steht zugleich in einer Traditionslinie, die mit der Missa solemmnis von L. van Beethoven ihren Fortgang nimmt und in den Werken von F. Schubert und A. Bruckner ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Die Harmoniemesse hat von Anfang an eine positive Resonanz erfahren. Der populäre Name „Harmoniemesse“ wurde der Komposition erst später hinzugefügt; er resultiert aus der starken Bläserbesetzung, die auch Harmoniemusik genannt wird.
Doch das Werk ist nicht nur eine „Summa Missarum Josephi Haydn“, sondern auch ein Neuansatz. Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit komponierte Haydn nicht routiniert nach bewährtem Muster (was er in seinem ganzen Leben nie getan hat), sondern er fand auch jetzt noch neue Wege, erprobte, experimentierte und erweiterte seine Tonsprache. Eine verdichtete Expressivität – heftige Wechsel von laut und leise, Ruhe und Bewegung, Dur und Moll – prägt den Aufbau der Komposition. Symbolische, teils drastisch prägnante Textdeutung durchdringt die musikalischen Abläufe, und der Klangfarbenreichtum der grossen Bläserbesetzung wird meisterhaft eingesetzt. Vor allem aber ist es die Harmonik, die verstärkt mit Dissonanzen, chromatischen Wendungen und Modulationen in weit entfernte Tonarten arbeitet und der Messe ihre ans Romantische grenzende Färbung gibt. Dieses moderne Element ist dabei völlig verschmolzen mit der Bewahrung der barocken Züge, wie etwa der polyphonen Stimmführung: Die Schlussfugen vom Gloria und Credo gehören zu den „grandiosesten Sätzen solcher Art überhaupt, sie sind die goldene Ernte der europäischen kontrapunktischen Tradition“ (Harenberg).
Samstag, 27. Juni 2009, 20:00 Uhr
Stadtpfarrkirche St. Blasius Ehingen
Joseph Haydn 1732 — 1809
Trompetenkonzert Es-Dur
Allegro
Andante
Finale: Allegro
Missa in B „Harmoniemesse“
Kyrie
Kyrie eleison
Gloria
Gloria in excelsis Deo
Gratias agimus tibi
Quoniam tu solus
O coelitum beati
Aria für Sopran und Orchester
Credo
Credo in unum Deum
Et incarnatus est
Et resurrexit
Et vitam venturi
Sanctus
Sanctus
Pleni sunt coeli
Benedictus
Benedictus
Agnus Dei
Agnus Dei
Dona nobis pacem
Johannes Stephan (Stuttgart) | Trompete
Lucia Rottenecker (München) | Sopran
Christine Müller (Tübingen | Alt
Julius Pfeifer (Stuttgart) | Tenor
Gerhard Späth (München) | Baß
Süddeutsche Kammerphilharmonie
Chor der Stadtpfarrkirche St. Blasius
KMD Volker Linz | Leitung
Geistliche Abendmusik
Am Sonntag, 25. Oktober 2009 findet um 17:00
Uhr die "Geistliche Abendmusik« in der
Liebfrauenkirche Ehingen statt. Die
Konzertreihe entstand 2003 mit der
Restaurierung der historischen Link-Orgel und
setzt durch ihre spirituelle Ausrichtung
einen besonderen Akzent im Kirchenjahr.
weiter…
Am Sonntag, 25. Oktober 2009 findet um 17:00
Uhr die "Geistliche Abendmusik« in der
Liebfrauenkirche Ehingen statt. Die
Konzertreihe entstand 2003 mit der
Restaurierung der historischen Link-Orgel und
setzt durch ihre spirituelle Ausrichtung
einen besonderen Akzent im Kirchenjahr.
In diesem Jahr präsentiert das Musikerehepaar Kortmann aus Krefeld ein romantisch-impressionistisches Programm mit Werken für Querflöte und Orgel. Es erklingen dabei Kompositionen von Fauré, Rheinberger, Ravel, Karg-Elert und anderen.
Heinz-Peter Kortmann studierte katholische Kirchenmusik am Gregoriushaus in Aachen, wo er 1993 sein A-Examen ablegte. Darauf folgte ein Studium im Hauptfach Orgel an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Christof Schoener, wo er 1997 sein Konzertexamen bestand. Weitere Studien in Paris und Utrecht. Seit 1994 ist er Kantor an St. Josef und Maria-Waldrast in Krefeld und künstlerischer Leiter der Konzertreihe an St. Josef und Maria-Waldrast. Als Chorleiter hat er bereits viele große oratorischen Werke innerhalb dieser Reihe zu Gehör gebracht. 1998 gewann er den Publikumspreis und den 3. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb in Nijmegen.
Barbara Kortmann studierte im Hauptfach Querflöte an der Folkwang-Hochschule-Essen bei Yo Washio. Dort schloss sie 1998 mit der künstlerischen Reifeprüfung ab und setzte anschließend in Amsterdam ihre Studien fort. Seit 1993 konzertiert sie mit ihrem Ehemann. Konzertreisen führten sie bereits in viele Städte Deutschlands sowie nach Frankreich, Italien, Großbritannien und in die Niederlande. Für die Besetzung Querflöte und Orgel hat sich das Paar im weiterem Umfeld einen Namen gemacht und große Bereiche der Literatur neu entdeckt. Auch verschiedene Bearbeitungen für diese Kombination sind dadurch entstanden. Im Jahre 2004 erhielt das Musikerpaar den Publikumspreis für das beste Konzert innerhalb der Hermann-Schroeder-Konzertreihe in Kortrijk (Belgien).
Adventskonzert
Unter dem Thema "Veni, veni Emmanuel"
gestaltete die Schola feminea am Abend des
vierten Adventssonntages ein Geistliches
Konzert, welches wenige Tage vor Weihnachten
eine musikalisch wie spirituelle Hinführung
zum Fest gewesen ist.
weiter…
Unter dem Thema "Veni, veni Emmanuel"
gestaltete die Schola feminea am Abend des
vierten Adventssonntages ein Geistliches
Konzert, welches wenige Tage vor Weihnachten
eine musikalisch wie spirituelle Hinführung
zum Fest gewesen ist.
Sonntag, 20. Dezember 2009 - 17:00 Uhr
Stadtpfarrkirche St. Blasius
Maurice André *1933
Andante
Jeanne Demessieux 1921 – 1968
Rorate coeli
Gregorianischer Choral
Responsum Rorate coeli
Carl Orff 1895 – 1982
Tauet, ihr Himmel
Gregorianischer Choral
Organum Veni, veni Emmanuel
Zoltan Kódaly 1882 – 1967
Motette Veni, veni Emmanuel
Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter BWV 650
Josef Gabriel Rheinberger 1839 – 1901
Graduale Prope est Dominus op. 54
Oskar Lindberg 1887 – 1955
Gammal fäbodpsalm
Wolfram Buchenberg * 1962
Maria durch ein Dornwald ging
Petr Eben 1929 – 2007
Liturgische Gesänge zum Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens
Introitus Gaudens gaudebo
Graduale Benedicta es tu
Evangelium In illo tempore
Offertorium Ave Maria
Communio Gloriosa dicta sunt
Giulio Caccini 1545 – 1618
Ave Maria
Josef Gabriel Rheinberger 1839 – 1901
Hymnus Alma redemptoris mater op. 171
Volker Linz * 1966
Es kommt ein Schiff geladen
Sei uns willkommen, Herre Christ
Schola feminea
Kuno Högerle Trompete
KMD Volker Linz | Orgel & Leitung
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Aktualisiert am 21. Februar 2011 Kontakt




